
Medizinischer Arbeitsschutz in Unternehmen
Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, ihre Belegschaft vor gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz zu schützen. Einen Teil dieser Verpflichtung macht der medizinische Arbeitsschutz aus. Was genau damit gemeint ist, welche Aufgaben Arbeitgeber haben und welche Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit ergriffen werden können, das erfahren Sie hier.
Das Wichtigste in Kürze
Medizinischer Arbeitsschutz schützt Mitarbeitende vor beruflich bedingten Gesundheitsgefahren, Berufskrankheiten und Unfällen. Dazu zählen Prävention, arbeitsmedizinische Betreuung und Hygienemaßnahmen.
Fakten im Überblick
- Betriebsarzt und Gefährdungsbeurteilung als zentrale Elemente
- Maßnahmen wie Hygienekonzept, Vorsorge und Präventionsangebote
- Textilservice gewährleistet höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards
Was ist der medizinische Arbeitsschutz?
Die Aufgabe des medizinischen Arbeitsschutzes ist es, Mitarbeiter während der Arbeitszeit vor verschiedenen Gefahren zu schützen. Dazu gehören Berufskrankheiten, arbeitsbedingte Erkrankungen sowie alle Gesundheitsgefährdungen, welche als berufsbedingt eingestuft werden. Die Grundlage des medizinischen Arbeitsschutzes ist einerseits die Einschätzung des Betriebsarztes.
Ein solcher Betriebsarzt muss von jedem Unternehmen benannt werden, welches Angestellte beschäftigt. Andererseits ist die Gefährdungsbeurteilung eine wichtige Grundlage des medizinischen Arbeitsschutzes. Er ist übrigens Teil des technischen Arbeitsschutzes und nimmt hierbei eine besondere Rolle ein. Die rechtliche Grundlage bilden einerseits das Arbeitsschutzgesetz und andererseits das Arbeitssicherheitsgesetz in Deutschland.
Bedeutung der Gefährdungsbeurteilung für die medizinische Arbeitssicherheit
Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Beurteilung der möglichen Gefährdungen während der Arbeit. Das können mit Arbeitsgeräten, Betriebsabläufen oder Werkstoffen verbundene Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer, aber auch alle anderen Gefährdungen am Arbeitsplatz sein.
Während sich die Gefährdungsbeurteilung früher ausschließlich auf physische Gefahren beschränkte, muss seit einer Gesetzesänderung inzwischen auch eine psychische Gefährdungsbeurteilung erfolgen. Basierend auf der Beurteilung lassen sich im Anschluss Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des medizinischen Gesundheitsschutzes erarbeiten. Sie müssen dokumentiert, der Belegschaft vermittelt und auf Einhaltung hin überprüft werden.
Konkrete Maßnahmen beim medizinischen Arbeitsschutz
Es liegt im Interesse jedes Arbeitgebers, die Angestellten vor Krankheiten und Unfällen zu schützen. Schließlich können krankheitsbedingte Ausfälle von Fachpersonal zu erheblichen Schwierigkeiten im Betriebsablauf führen. Von jedem Unternehmen müssen Betriebsärzte für die medizinische Versorgung und Prävention sowie Fachkräfte für die Arbeitssicherheit benannt werden.
Konzept für die Hygiene an Betriebsstätten
Hygienemaßnahmen tragen maßgeblich dazu bei, die Übertragung von Krankheiten innerhalb der Belegschaft einzudämmen und Angestellte vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. Ein Hygienekonzept ist daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr Arbeitssicherheit. Hierzu können Arbeitgeber einen Hygienebeauftragten benennen und ihn mit der Erarbeitung geeigneter Maßnahmen sowie deren Überwachung beauftragen.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Prävention
Um arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten frühzeitig zu erkennen und bestenfalls rechtzeitig eine Behandlung einleiten zu können, ist die arbeitsmedizinische Vorsorge ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsschutzes. Sie wird üblicherweise von Fachärzten für Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin durchgeführt. Diese übernehmen bei Bedarf auch die arbeitsmedizinische Versorgung. Solche Vorsorgeuntersuchungen sind bei bestimmten Gefährdungen am Arbeitsplatz oder im Arbeitsumfeld verpflichtend und in der Unfallverhütungsvorschrift DGUV geregelt.
Prävention spielt beim Schutz der Gesundheit von Angestellten ebenfalls eine wichtige Rolle, weshalb Präventionskurse ein gängiges Instrument darstellen. Hierbei können Mitarbeiter beispielsweise den Bewegungsapparat stärken und auf diese Weise Rückenproblemen vorbeugen. Das Feld der Prävention von psychischen und psychosomatischen Krankheiten bietet Unternehmen ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv zu fördern und schützen. Inhouse-Kurse zu Entspannungstechniken sind ein Beispiel dafür, wie Belastung und Stress am Arbeitsplatz reduziert werden können.
Arbeitskleidung und Schutzausrüstung
In einigen Berufen gehört die persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Ausstattung der Angestellten. In anderen Bereichen ist das Tragen von Arbeitskleidung verpflichtend. Über unseren Mietservice können Sie für Ihre Angestellten passende Schutzkleidung mieten und diese über unseren Textilservice professionell waschen lassen. Eine professionelle Textilwäsche in unseren Großwäschereien stellt die Funktionalität der Schutzkleidung sicher, trägt zu einem einwandfreien Erscheinungsbild der Angestellten bei und entlastet Sie als Unternehmen.
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